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Was ist die Realschule plus? Seit diesem Schuljahr gibt es in der Verbandsgemeinde die Realschule plus Lingenfeld/Lustadt (RS+). Diese ist aus der Regionalen Schule hervorgegangen. Im Rahmen der Schulstrukturreform sollen alle Schulen aus dem Bereich Realschule, Hauptschule, Regionale Schule in einen Schultyp umgewandelt werden, in die Realschule plus. Die Gründe sind:
Die Struktur der RS+ ähnelt der der Regionalen Schulen derart stark, dass alle Regionalen Schulen über die Ferien in Realschulen plus umgewandelt wurden. Die Hauptschulen und Realschulen hingegen bekommen Zeit bis 2013, um sich in das neue System zu wandeln. Dieser Wandlungsprozess wird mit Sicherheit nicht ohne Reibung verlaufen – die Hauptschulen, die sich damals in eine Regionale Schule gewandelt haben, wissen das noch gut. Das Ergebnis aber war damals so positiv, was sich in der rasanten Entwicklung der Regionalen Schule zeigte. Dies sollten die noch nicht gewandelten Schulen als Möglichkeit sehen! Aktuell gibt es in der Region eine Vielzahl von Entwicklungen und Umbrüche, dass die Eltern die Reform mit Sicherheit noch nicht so positiv sehen, wie sie eigentlich ist. In fünf Jahren werden sich die Änderungen konsolidieren und das Bild der Region wird sich wieder einfacher darstellen. Es wird viele Integrierte Gesamtschulen (IGS) geben, dazu die bestehenden Gymnasien und die Realschulen plus. Die Gymnasien werden sich nicht ändern. An den Berufsschulen werden/wurden neue Gymnasialzweige (ab Kl. 11) eingerichtet, um den Schülern mit Sek I-Abschluss die Möglichkeit zu bieten, das Abitur zu machen. Die IGS bietet alle drei Abschlüsse an. In diesem Zusammenhang muss das integrierte Konzept der IGS angesprochen werden. Die Schüler sind zusammen – so wie in der RS+ dann auch – bis in Klasse 9. Es gibt keine Versetzung, also auch kein Wiederholen. Erst zu den Abschlussklassen hin gibt es Versetzungen. Es sind keine klassischen Gesamtschulen, sondern integrierte! Die Schüler werden also nicht innerhalb einer Schule in die drei bekannten Schultypen getrennt, sondern bleiben zusammen. Die Form der Realschule plus In der Orientierungsstufe (Klasse 5 und 6) sind die Schüler in allen Fächern zusammen. Sie werden gemeinsam unterrichtet. Es gibt kein Wiederholen in Klasse 5 und keine Unterscheidung innerhalb der Fächer in Kurse. Ab Klasse 7 gibt es nun zwei Modelle der RS+. Die jeweilige Schule kann sich für das Modell entscheiden, was in der Region und in der Gemeinde gewünscht wird. Modell 1 ist die „integrative“ Form. Die Schüler bleiben innerhalb der Klasse zusammen. Sie werden aber in den Hauptfächern in Kurse getrennt. Ab Klasse 8 oder 9 wird dann aufgetrennt in eigenständige Abschlussklassen. Modell 2 ist die „kooperative“ Form. Die Schüler werden ab Klasse 7 in Abschlussklassen getrennt. Sie sind also in allen Fächern in geschlossene Leistungsgruppen getrennt.
Realschule plus in Lustadt und Lingenfeld Wir unterrichten nach der integrativen Form. Unsere Orientierungsstufe ist in Lustadt. Alle Kinder sind gemeinsam in Klassen. Die Kinder werden von wenigen Lehrern in vielen Fächern betreut und unterrichtet. Die Einheit Lustadt ist klein und familiär, die Kinder kommen schnell zurecht und haben vertraute Ansprechpartner. Die Orientierungsstufe ist sehr übersichtlich. Die Kinder werden nach und nach an die Komplexität der weiterführenden Schulen gewöhnt: vor allem der persönliche Bereich. Sie haben täglich die vertraute Lehrerin und den vertrauten Lehrer und einen festen Klassensaal. Sie müssen nicht dreiviertelstündlich eine komplett neue Situation bewältigen. Gerade für unsichere Kinder ist es eine Erleichterung. Mit dieser Konstellation können die Fächer bei uns vielfältig gelehrt werden: im Spiel, im praktischen Handeln, theoretisch, in Gruppen, alleine … Diese Möglichkeit entschwindet fast vollständig, wenn man an die 45 Minuten im Fachsaal gebunden ist. Die Klassen 7 bis 10 sind am Standort Lingenfeld. Für die Schüler kommt nun der Wechsel in das Kurssystem. In Mathematik, Deutsch und Englisch sind die Kinder in leistungsgerechte Kurse aufgeteilt. Am Ende der Klasse 8 werden die Schüler auf Entscheidung der Klassenkonferenz in steter Absprache mit den Eltern in die Abschlussklassen aufgeteilt. Die Form und die Verfahren sind entsprechend der der Regionalen Schule, so dass wir über jahrelange Erfahrung im Kurssystem verfügen. Zudem ist die Kompetenz und Feinfühligkeit für die richtige Kursempfehlung lange gewachsen. Übergang in den Beruf – Projekt KÜM Nach der Schule gehen die Schüler in weiterführende Schulen oder ins Berufsleben über. Die Schüler mit entsprechenden Leistungen und Voraussetzungen bekommen die Empfehlung für das Gymnasium. Alle Schüler werden über unsere Joblotsen von KÜM (Kooperatives Übergangsmanagement) betreut. Diese jahrelange Begleitung der Schüler schon ab Klasse 7 macht den Übergang für die Schüler einfacher und vor allem erfolgreicher. Die Schüler mit Sekundarabschluss I bekommen, sofern sie dies anstreben, alle einen Ausbildungsplatz. Schüler mit Berufsreife haben es deutlich schwerer. Doch an unserer Schule haben diese eine drei Mal höhere Chance einen Ausbildungsplatz zu finden als an den anderen Schulen im Kreis. Unsere direkte Übergangsquote in die Ausbildung ist bei fast 40 % der Abschlussschüler! Das ist auch ein Ergebnis unserer Arbeit! Es bedeutet also nicht, dass ein Schüler mit Berufsreife keine Chance hat einen Ausbildungsplatz zu finden. Unsere Schule Unsere Schule ist in manchen Köpfen noch die Hauptschule, doch das ist schon seit Jahren nicht mehr so. Wir sind als Regionale Schule eine Schule mit mehreren Bildungsgängen gewesen und als Realschule plus nun auch. Wir bieten gleichwertige Abschlüsse zu den Hauptschulen und den Realschulen an, die wir im Vergleich mit den entsprechenden Schulen überprüfen. Gerade der Fakt, dass die Realschule plus inhaltlich dem Konzept der Regionalen Schule fast entspricht, gibt uns Recht in unserer Arbeit. Das Ministerium hat sich die Regionalen Schulen als Vorbild für die neue Schulform genommen. Die Bundesländer, die die größten Lernzuwächse im Ländervergleich innerhalb Deutschlands gemacht haben, sind die mit zwei unterschiedlichen Schulformen, so wie das nun neu eingeführt wird. Zu weiteren Informationen können Sie gerne ein Gespräch mit mir vereinbaren oder zu unserem Tag der offenen Tür. Angerhofer, Schulleiter RS+ Lingenfeld/Lustadt
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"Wer
wirklich Neues erdenken will, kann nicht verrückt genug sein!"
Niels Bohr |